11.01.2026

Bauaufträge erholen sich weiter – Plus 2,4 Prozent

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe haben sich im Oktober weiter erholt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die Bauaufträge um 2,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. Während der Hochbau deutlich zulegte, verzeichnete der Tiefbau erneut Rückgänge.

Im Hochbau stiegen die Auftragseingänge um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Tiefbau lag hingegen 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt zeigt sich damit eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Branche.

Nach Einschätzung des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe setzt sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Das kalender- und saisonbereinigte Auftragsvolumen lag von August bis Oktober 2025 um 3,5 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. „Die Bauaufträge im Oktober zeigen: Der positive Trend der vergangenen Monate setzt sich fort. Die Nachfrage zieht wieder etwas an“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Verbands.

Auch auf der Umsatzseite verzeichnete das Bauhauptgewerbe Zuwächse. Der Umsatz belief sich im Oktober auf 11,6 Milliarden Euro und lag real um 4,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im Zeitraum von Januar bis Oktober stieg der reale Umsatz um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Hochbau profitierten die Unternehmen laut Verband von einer wieder anziehenden Nachfrage im Wohnungs- und Gewerbebau. Der Rückgang im Tiefbau unterstreicht nach Einschätzung des Zentralverbands die Bedeutung verlässlicher öffentlicher Investitionen. „Damit Tiefbauunternehmen wieder in Personal und Maschinen investieren, brauchen sie langfristig angelegte Infrastrukturprogramme von Bund, Ländern und Kommunen“, so Pakleppa.

Mit Blick auf den Wohnungsbau verweist der Verband auf bestehende Förderinstrumente. „Mit dem Bau-Turbo und der EH-55-Förderung stehen wichtige Instrumente zur Verfügung. Beim Gebäudetyp E brauchen die Unternehmen jedoch schneller Rechtssicherheit, um kostengünstiger bauen zu können“, sagt Pakleppa.

Der Zentralverband sieht in den aktuellen Zahlen ein positives Signal, mahnt jedoch verlässliche Rahmenbedingungen an. Planbare öffentliche Investitionen, zügige Genehmigungsverfahren und ein Abbau bürokratischer Hürden seien entscheidend, um den Aufwärtstrend zu stabilisieren und Investitionssicherheit zu schaffen.

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Bauaufträge erholen sich weiter – Plus 2,4 Prozent
Foto/Grafik: A/Ajay
Der Hochbau verzeichnete im Oktober ein Plus von 8,1 Prozent, während die Auftragseingänge im Tiefbau um 2,5 Prozent zurückgingen
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