07.08.2026

GD Holz: Sechs Prozent Umsatzplus durch Kalendereffekte und höhere Preise

Der deutsche Holzhandel zieht eine verhaltene Bilanz für das erste Halbjahr 2026. Wie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) meldet, stiegen die Umsätze der Mitgliedsunternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Endspurt zum Halbjahr fiel statistisch auffällig aus: Im Juni 2026 legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozent zu.

Holzwerkstoffe und Fußböden als Umsatztreiber

Die einzelnen Sortimente entwickelten sich beim Euro-Umsatz im Juni uneinheitlich. Die stärksten Impulse kamen aus den Segmenten Holzwerkstoffe und Fußböden mit einem Plus von jeweils 20 Prozent. Auch Bauelemente verzeichneten mit 17 Prozent einen Zuwachs, gefolgt von Gartenholz mit einem Plus von 12 Prozent. Vergleichsweise moderat verlief das Geschäft dagegen bei Schnittholz und Hobelwaren.

Die wichtigsten Produktbereiche im Überblick:

- Holzwerkstoffe: plus 20 Prozent
- Fußböden: plus 20 Prozent
- Bauelemente: plus 17 Prozent
- Gartenholz: plus 12 Prozent


Geschäftsführer Goebel sieht weiterhin Marktpotenzial

Die Monatsbilanz zeigt, dass im Markt weiterhin Substanz vorhanden ist, auch wenn temporäre Effekte das Ergebnis im Juni zusätzlich gestützt haben. „Die Umsatzentwicklung im Juni ist erfreulich und zeigt, dass im Markt weiterhin Potenzial vorhanden ist, wenngleich die Zahlen nicht überinterpretiert werden sollten“, erklärt Thomas Goebel, Geschäftsführer des GD Holz. Wesentlichen Einfluss auf das hohe Plus hatten laut Goebel zusätzliche Arbeitstage sowie die teilweise gestiegenen Preise in einzelnen Sortimenten.

Ausblick: Branche setzt auf gezielte Impulse

Die weitere Entwicklung im Holzhandel bleibt vorerst von einer abwartenden Haltung geprägt. Rund 75 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden drei Monaten mit gleichbleibenden oder rückläufigen Umsätzen. Knapp 25 Prozent der Betriebe sind optimistisch und erwarten eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung.Die Nachfrage im Markt bleibt schwach. Die anhaltende Unsicherheit über die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bremst aktuell die Investitionsentscheidungen der Kunden. Neue Impulse erhofft sich die Branche nun von den geplanten Infrastrukturinvestitionen des Bundes.

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GD Holz: Sechs Prozent Umsatzplus durch Kalendereffekte und höhere Preise
Foto/Grafik: A/ Otto Durst
Die Erlöse im Holzhandel stiegen im ersten Halbjahr um sechs Prozent, getrieben vor allem von einer dynamischen Preisentwicklung bei Holzwerkstoffen und Fußböden
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