16.04.2021
Hettich: Erweiterung des Produktportfolios
Die Hettich Unternehmensgruppe ist im März 2021 mehrheitlich beim Schiebetürspezialisten Kuhn aus Bünde eingestiegen. Die individuellen Lösungen für Schiebetür- und Raumtrennsysteme werden ab sofort von Hettich vermarktet. Das Unternehmen Kuhn bleibt als Marke und Unternehmen eigenständig. Firmengründer Norman Kuhn wird auch zukünftig als Mitgesellschafter und technischer Geschäftsführer für das Produktportfolio verantwortlich sein und für innovative technische Lösungen sorgen.
15.04.2021
Trend zu Sicherheitstüren ungebrochen
Angeschoben von einer hohen Wohnbauproduktion wuchs der Markt für industriell erzeugte Haus- und Wohnungstüren auch im vergangenen Jahr robust. Laut aktuellem Branchenradar Haus- und Wohnungstüren in Österreich erhöhten sich die Herstellererlöse im Jahr 2020 um 3,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 205,5 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 130,1 Millionen Euro auf Haustüren und rund 75,4 Millionen Euro auf Wohnungstüren. Haustüren werden zu neunzig Prozent in Eigenheimen, Wohnungstüren zumeist im Geschoßwohnbau montiert. Für das beschleunigte Wachstum sorgte im vergangenen Jahr vor allem das anziehende Preisniveau; nicht zuletzt, weil deutlich mehr Sicherheitstüren nachgefragt wurden als im Jahr davor. Bekanntlich kann der Preis einer Sicherheitstüre, abhängig von der Widerstandsklasse, bei mehr als dem Doppelten einer Türe ohne Einbruchschutz liegen. Infolge stieg der Umsatz mit Sicherheitstüren um 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr und damit deutlich rascher als der Markt für ungesicherte Haus- und Wohnungstüren (2,6 Prozent gegenüber Vorjahr). Unerwartet dynamisch entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Türen der Widerstandsklasse RC 4. Im Jahresabstand erhöhte sich der Herstellerumsatz ohne Montageerlöse um mehr als das Zweifache auf insgesamt 8,5 Millionen Euro. Bei Haustüren sorgten darüber hinaus auch die Anteilsgewinne von Türen aus Holz sowie Aluminiumverbund für einen erkennbaren Preisauftrieb. Der Absatz von Haustüren aus Kunststoff sank um mehr als fünf Prozent gegenüber Vorjahr. Auch im laufenden und kommenden Jahr erwartet Branchenradar.com Marktanalyse einen robust wachsenden Markt, der 2021 bei Wohnungstüren durch nachlaufende Preiserhöhungen infolge stark anziehender Herstellkosten zusätzlich befeuert wird.
15.04.2021
Hamberger baut auf Zukunftsfelder
Die Hamberger Firmengruppe, Rosenheim, mit ihrem Unternehmensbereich Hamberger Flooring unter der Marke Haro und Spezialist von Böden und Prallwänden im Sporthalleninnenausbau, baut die technische Kompetenz im Bereich "Raumakustik" mit einem Firmenzukauf aus. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und Qualität "Made in Germany”, meldet Hamberger, entwickelt und produziert das thüringische Unternehmen Akustikplus mit rund 50 Mitarbeitern innovative Akustiklösungen aus Holz. Zum 12. April 2021 haben die Hamberger Industriewerke GmbH das Unternehmen Akustikplus Behringen GmbH & Co. KG mit Sitz im thüringischen Hörselberg-Hainich von der belgischen IPCOM Unternehmensgruppe übernommen.
15.04.2021
Holzeinschlag erreicht 2020 neuen Rekordwert
Im Jahr 2020 wurden in den deutschen Wäldern 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit erreichte der Holzeinschlag einen neuen Rekordwert: Nie zuvor seit der deutschen Vereinigung ist in Deutschland mehr Holz geschlagen worden als 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Holzeinschlag damit noch einmal um 16,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 68,9 Millionen Kubikmetern im Jahr 2019. Diese Entwicklung ist durch vermehrte Waldschäden infolge des auch durch Trockenheit und Hitze begünstigten Insektenbefalls begründet: So machte der Schadholzeinschlag aufgrund von Insektenschäden über die Hälfte (53,8 Prozent) des gesamten Holzeinschlags im Jahr 2020 aus.
14.04.2021
Internorm: Umsatz auf Vorjahresniveau
Die Internorm International GmbH bestätigte im herausfordernden Geschäftsjahr 2020 die Vorjahresergebnisse und sieht die europaweite Markenführerschaft bestätigt. Der österreichische Fenster- und Türenhersteller legte im Auftragseingang um 1,5 Prozent zu und erreichte mit 368 Millionen Euro beinahe den Umsatz aus dem Vorjahr (371 Millionen). Als entscheidenden Stabilitätsfaktor sieht Internorm die 100-Prozent Made in Austria-Philosophie, wodurch die Lieferketten auch während der Pandemie vollständig aufrechterhalten wurden. Aktuell beschäftigt Internorm weltweit 1.974 Personen, 68 mehr als im Vorjahr. Für 2021 ist ein Investitionspaket in Höhe von 32 Millionen Euro geplant.
14.04.2021
GWS: Wechsel in der Geschäftsführung
Georg Mersmann, langjähriger Geschäftsführer, hat die GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH zum 31. März 2021 verlassen. Sein Nachfolger wird Thomas Latajka. Der ERP-Experte mit langjähriger Erfahrung im KMU- und Enterprise-Marktsegment wird im August an die Seite von Udo Lorenz treten. Unter dem neuen Führungsduo steht – neben der Entwicklung der Bestands- und Neukunden – vor allem die Weiterführung der konsequenten Cloud-Ausrichtung aller GWS-Produkte im Fokus der strategischen Planungen.
12.04.2021
Verbände beklagen praxisferne Corona-Strategie
Dass der stationäre Einzelhandel kein Infektionsherd ist, war beim zweiten Wirtschaftsgipfel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Donnerstag in Berlin Konsens. Ein Lockdown sei deshalb unangemessen und stattdessen beschleunigtes Impfen und eine geeignete Teststrategie überfällig, war einhellig von den rund 40 beteiligten Verbänden der Wirtschaft und den Kulturbetrieben zu vernehmen, um weiteren Kollateralschaden für den Mittelstand zu verhindern, meldet der Mittelstandsverbund ZGV. Man müsse sich auf ein Leben mit dem Virus einstellen, so die Meinung vieler Teilnehmer ZGV Präsident Eckhard Schwarzer: "Die Möglichkeit zum Testen von Kunden und Mitarbeitern muss dringend flächendeckend eingeräumt und vor allem entbürokratisiert werden". Die Bereitschaft der Unternehmen, den Mitarbeitern entsprechende Tests anzubieten, sei ausgeprägt, allerdings fehle es oft schlicht an deren Verfügbarkeit auf der Beschaffungsseite.
12.04.2021
Zunehmend angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) beobachtet mit Sorge die schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten. Der Großhandel sehe sich zunehmend mit langen Lieferzeiten für die wichtigsten Sortimente konfrontiert, die Versorgung der Baustellen werde allmählich knapp, so der GD Holz. Wenn sich die Situation weiter verschärfe, sei ein Baustopp an Baustellen nicht mehr auszuschließen. "Die vielen aktuellen Berichte unserer Mitgliedsunternehmen deuten auf eine prekäre Entwicklung hin, was die Versorgung mit Holz und Holzprodukten angeht", so der GD Holz Vorsitzende Philip Zumsteg. Eine Entwicklung, die sich parallel im Binnenmarkt im gesamten europäischen Holzhandel so abzeichnet. Die Nachfrage dagegen ist weiterhin gut, die Umsatzentwicklung im ersten Quartal positiv, auch beeinflusst durch zum Teil erhebliche Preiswirkungen.
09.04.2021
Konferenz fordert mehr Verwendung von Holz
An der Online-Veranstaltung Wood4Bauhaus Virtual Conference am Donnerstag, 8. April 2021, wurden über 1.000 Teilnehmer registriert. Professor Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Deutschland forderte dabei zu mehr Verwendung von Holz auf. In seiner Rede zu seinem Thema – "Reforest the planet, retimber the cities" - erklärte er: "Wir müssen eine alternative Kohlenstoffsenkung schaffen, und der Holzbau ist die perfekte Antwort." Prof. Schellnhuber gilt als der Vordenker der Initiative der Europäischen Kommission für ein Neues Europäisches Bauhaus. Die virtuelle Konferenz wurde von der neu gegründeten "Wood Sector Alliance for the New European Bauhaus" organisiert. Die Allianz aktiver Partner der Europäischen Kommission für das neue Europäische Bauhaus.
09.04.2021
Destatis: Umsatz im Bauhauptgewerbe rückläufig
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2021 um 15,6 Prozent gegenüber Januar 2020 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der starke Umsatzrückgang ist teilweise auf Vorzieheffekte aufgrund des Auslaufens der befristeten Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende 2020 zurückzuführen. Darauf lässt auch der außerordentlich hohe Umsatz im Dezember 2020 schließen, der 18,0 Prozent über dem Umsatz des Vorjahresmonats lag. Zudem standen den Baufirmen im Januar 2021 zwei Arbeitstage weniger als im Januar 2020 zur Verfügung.