19.10.2020

Aufschlussverfahren für Holzreste gesucht

Lignocellulose (LC) aus Holz und Einjahrespflanzen ist der am häufigsten auftretende nachwachsende Rohstoff der Erde. LC-haltige Rohstoffe werden für die Papier- und Werkstoffherstellung sowie für die Gewinnung stofflicher Komponenten für Treibstoffe, Kunststoffe und Grundbausteine der chemischen Industrie eingesetzt, so das Institut für Holztechnologie Dresden. Weiterhin werden beträchtliche LC-Mengen energetisch verwertet, obwohl gesetzliche Vorgaben eine Priorisierung der stofflichen Verwertung fordern. LC-haltige Rest- und Abfallstoffe fallen u. a. in der Holz- und Forstwirtschaft und in der Landwirtschaft an. Bevorzugte Ausgangsstoffe für die Herstellung von Biokraftstoffen und hochwertigen Plattformchemikalien sind heute Agrarreststoffe von Einjahrespflanzen, wie Getreidestroh. Für diese Biomasse-Rohstoffe wurden bereits spezifische Bioraffineriekonzepte und Prozessabläufe entwickelt, die am Markt etabliert sind. Holzreststoffe, z. B. Holz minderer Qualität, Landschaftspflegeholz oder Altholz, werden derzeit in geringem Umfang für die Papier- und Werkstoffherstellung genutzt. Der größte Teil der Holzreststoffe wird jedoch nicht stofflich verwertet. Maßgebliche Ursache ist die unzureichende Effizienz, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit verfügbarer Holzaufschluss- und Hydrolyseverfahren. Verfügbare Verfahren zum Holzaufschluss und zur Vorhydrolyse von Holz basieren vorrangig auf chemischen Prozessen mit konzentrierten Säuren, Laugen oder organischen Lösungsmitteln sowie hohen Temperaturen und Drücken und sind heute zum Teil nicht mehr wirtschaftlich. Als Alternativen stehen forschungsseitig die Steam Explosion (SE), die CO2-Explosion sowie eine Behandlung mit Wasserstoffperoxid im Fokus. Obwohl die umfangreichsten Untersuchungen bisher mit dem SE-Verfahren erfolgten, wurde jedoch noch keine industrielle Applikation an Holz realisiert. Die Lösung der technischen und wissenschaftlichen Probleme erfordert zunächst grundlegende experimentelle Untersuchungen an Modellrohstoffen.
19.10.2020

Förderaufruf: Recyclinggerechte Verwendung von Holz

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) startete am 1. Oktober 2020 über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe den Förderaufruf "Recyclinggerechte Verwendung von Holz". Dieser zielt darauf auf branchenübergreifende Lösungen im Cluster Forst und Holz ab, die einen Mehrwert für ressourceneffizienten Materialeinsatz, Kreislaufwirtschaft und damit für den Klimaschutz erzielen. Einbezogen werden soll die gesamte Wertschöpfungskette. Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 sind dabei zu berücksichtigen. Gefördert werden Vorhaben in zwei Modulen:
16.10.2020

Tegernseer Gebräuche: Gute Fortschritte bei Neufeststellung

2016 hat der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) die Neufeststellung der Gebräuche im Handel mit Holz und Holzprodukten in Deutschland (besser bekannt als Tegernseer Gebräuche oder kurz "TG") in die Wege geleitet und das Verfahren organisiert. Auf Basis einer umfassenden Befragung der betroffenen Verkehrskreise konnten die wichtigsten Aspekte zur Neufeststellung erfasst und in einer Reihe von Sitzungen der Gebräuchekommission beraten werden.
16.10.2020

Parador gewinnt „Gold“ beim Muse Design Awards 2020

Erst vor wenigen Wochen hat Parador die neue One Ground Design Edition vorgestellt. Jetzt wurde die Bodenkollektion mit dem Muse Design Award 2020 für Produktdesign ausgezeichnet. "Mit der "One Ground Design Edition" verbinden wir erstmals herausragendes Produktdesign und unternehmerische Haltung zu einem ganzheitlichen Ansatz", sagt Birgit Kunth, Leitung Marke, Marketing und Kommunikation bei Parador. Der Muse Design Award ist ein internationaler Wettbewerb, der sich an Fachleute aus der Kreativ- und Designbranche richtet. Unter der Verwaltung des International Awards Associate (IAA) wird die Auszeichnung von einer Jury aus Fachleuten vergeben. IAA beaufsichtigt die Preise und Anerkennungsprogramme, stellt die Jurys zusammen und legt die Standards für den Wettbewerb fest.
15.10.2020

Renovierung stärkt europäischen Parkettmarkt

Der FEP (europäischer Verband der Parkettindustrie) diskutierte bei seinem virtuellen Treffen unter anderem über die Parkettsituation und die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die europäischen Märkte. Danach wurde der Süden Europas im Frühjahr hart getroffen, aber seine Parkettmärkte haben sich im Sommer deutlich erholt, bevor sie sich im September etwas abschwächten. Die Hauptantriebskraft der Erholung ist die Renovierung, insbesondere die Renovierung von Wohnungen, da die Verbraucher in ihre Häuser investieren. Auf der anderen Seite sind neue Projekte und das Vertragsgeschäft eine Herausforderung, so der FEP.
15.10.2020

Wechsel in der Geschäftsleitung von Proline

Nach vier Jahren Tätigkeit als Geschäftsführer wird Martin Bartolovic Ende des Jahres die Proline Systems GmbH verlassen. Zu den wichtigsten Errungenschaften Bartolovics zählen unter anderem die vertriebliche Neustrukturierung des Bopparder Unternehmens sowie der Aufbau einer modernen Außendarstellung, insbesondere im Sinnzusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung. "Martin Bartolovic hat Proline ein neues, dynamisches Profil verliehen, dafür sind wir ihm dankbar und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute" so Karl-Heinz Fiedler, Geschäftsführender Gesellschafter von Proline. Karl-Heinz Fiedler, der das Unternehmen vor 25 Jahren gegründete, übernimmt nun wieder alleinig das Ruder.
15.10.2020

Egger: Investition in Vollautomatisierung und Verkettung

Egger investiert im Bereich Möbelfertigteile für Händler und Tischler in eine neue Frontenanlage für kleine Losgrößen. Die Investition in diesen Produktbereich tätigte Egger am Standort in Bünde in Deutschland. Seit 1994 werden dort Frontelemente für die Möbelindustrie in mittleren und großen Losgrößen produziert. Mit der neuen, vollautomatisierten Frontenanlage können jetzt auch kleine Losgrößen effizient produziert und schnellere Lieferzeiten garantiert werden, so Egger.
14.10.2020

Nadelholzmärkte trotzen der Covid-19-Pandemie

Die Internationale Nadelholzkonferenz fand in diesem Jahr zum ersten Mal online statt. Wie üblich wurde diese von der Europäischen Organisation der Sägewerksindustrien (EOS) und dem Europäischen Holzhandelsverband (ETTF) organisiert. Die Entwicklung der Nadelholzproduktion und des Nadelholzverbrauchs ließ vermuten, dass es im Jahr 2020 in ganz Europa einen allgemeinen Rückgang geben würde. Dieser wird jedoch voraussichtlich geringer ausfallen als der Rückgang des BIP, was darauf hindeutet, dass die Nadelholzmärkte insgesamt widerstandsfähig waren. Die Aussichten für 2021, so die beiden Einrichtungen, gehen von einer moderaten Erholung aus, aber die Unsicherheit sei sehr groß.
14.10.2020

Holz Design Moers launcht neue Website

Holz Design Moers GmbH ist Partner für Baumarktgruppen, Baufachmärkte und den Fachhandel. Als Vollsortimenter für den dekorativen Innenausbau bietet das Unternehmen ein umfangreiches Portfolio zur Verkleidung und Gestaltung von Boden, Wand und Decke. Nach dem Neustart am 1. September dieses Jahres steht nun auch eine neue Webseite zur Verfügung. Unter der Domain https://hdm.gmbh präsentiert die Seite die verschiedenen Produktgruppen des Moerser Unternehmens. Der kaufmännische Geschäftsführer der Holz Design Moers GmbH, Ralph Döller: "Diese Websiteversion – bezeichnen wir sie einmal mit 1.0 - bildet die Basis für den weiteren Ausbau und wird jetzt mit einem Einzelseitenkonzept ergänzt."
13.10.2020

GD Holz verschiebt Logistik Kongress auf 2021

Der ursprünglich für den 5. und 6. November 2020 in Berlin vorgesehene Logistik Kongress des GD Holz wird angesichts der aktuellen Entwicklung der Pandemie in Berlin und Deutschland weit auf das erste Quartal 2021 verschoben. Die Referenten, die bereits heute ihre weitere Beteiligung zugesagt haben, und Inhalte der Veranstaltung werden dann in ein digitales Format überführt, um in der Veranstaltungsplanung und Durchführung unabhängig zu sein. Bei der Entscheidung zur Verlegung des Logistik Kongresses stünden Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmenden im Vordergrund, so der GD Holz.
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